Holzgalerie 8: Europa
17.
Deutschland
Auch in Deutschland gibt es zahlreiche
Fundstellen für versteinerte Hölzer. Dabei handelt es sich meistens um Gerölle
aus Kiesgruben oder Flüssen. Teilweise tritt aber auch so manch schönes
Stückchen Holz nach dem Pflügen oder bei Ausschachtungsarbeiten zu Tage.
Komplette Querschnitte sind nur recht selten zu finden. Spektakuläre Funde sind
aus dem Raum Chemnitz bekannt (u. a. Dadoxylon mit Fluorit, Psaronien mit
wunderschönen Achaten, Medullosen, Calamondendron, Arthropitis etc.). Leider
haben die Stücke aufgrund ihrer Seltenheit einen entsprechend hohen Preis und
sind somit für viele interessierte Sammler unerschwinglich.
Aber auch die Saar-Nahe-Region hat für den Holzsammler einige interessante
Hölzer zu bieten. Leider sind die meisten Fundstellen mittlerweile erloschen.
![]() Dadoxylon Nohen (ca. 160 x 120 mm) |
![]() Dadoxylon Schalodenbach (ca. 140 x 150 mm) |
![]() Dadoxylon Lebach (ca. 110 x 100 mm) |
Steinhardt
Bei
den versteinerten Hölzern aus den Sandgruben von Steinhardt handelt es sich um
barytisierte Hölzer. Meines Wissens nach handelt es sich um die weltweit
einzige Fundstelle für barytisierte Hölzer. Bei den sog. Steinhardter Erbsen
handelt es sich um Barytkonkretionen aus barytisiertem Sandstein aus dem
Oligozän (Unterer Meeressand). Neben kleinen Ästen enthalten die Barytknollen
auch sehr schön erhaltene Zapfen, Blattabdrücke, Muscheln und Schnecken. Die
Zapfen können eine Länge von bis zu 17 cm erreichen. Auch sind Funde von
unterarmdicken Hölzern bekannt.