Wie ich zu einem neuen Sammelgebiet kam
Im Rahmen meiner Diplomarbeit über den
Bergahorn habe ich die Welt der Kieselhölzer kennen und schätzen
gelernt. Zur Auflockerung des Kapitels Florengeschichte hatte ich die
Idee evtl. ein Foto von einem versteinerten Bergahorn einzubauen.
Bei der Recherche nach geeignetem Bildmaterial bekam ich dann vom
Inhaber einer Schmuck und Edelsteinschleiferei in Fischbach den Tipp
diesbezüglich einmal bei Herrn Ulrich Dernbach (Heppenheim)
nachzufragen.
Nach einem kurzem Anruf hatte Herr Dernbach mich dann zu sich nach Hause
eingeladen und mir eine wunderschöne Ahornscheibe zum fotografieren
gezeigt. Nach anschließender ausgiebiger Bewunderung seiner wohl
einmaligen Sammlung war es dann um mich geschehen. Ich war von diesem
Zeitpunkt an mit dem Virus der versteinerten Hölzer infiziert.
Seit
dieser Zeit habe ich somit ein weiteres Sammelgebiet, welches sich
immer weiter ausdehnt und mir nach wie vor große Freude breitet. An
dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an Herrn Ulrich Dernbach
für die Infektion mit dem Holzvirus.
Wie
versteinert Holz?
Grundvorrausetzung für den Versteinerungsprozess ist die schnelle und
luftdichte Abdeckung der Hölzer mit vulkanischen Aschen, Sanden oder
Tonen. Wichtig sind hierbei anaerobe, d.h. sauerstoffarme Bedingungen,
die ein Verrotten des abgedeckten Materials verhindern.
Eine weitere Voraussetzung zur Versteinerung ist das Vorhandensein von
Lösungen. Die Art der Zusammensetzung dieser Lösungen hat dabei
wesentlichen Einfluss auf das Aussehen/Färbung der Kieselhölzer. Viele
Kieselhölzer bestehen fast ausschließlich aus Kieselsäure. Beim
Eindringen des Sio2 in den Holzkörper werden die Zellstrukuren nicht
beschädigt oder zerstört, sie sind vielmehr zum Teil perfekt erhalten
geblieben. Über die genaue Zusammensetzung der einzelnen Lösungen, sowie
über die Art und Weise des Eindringens der Lösungen in den Holzkörper
und ob es sich dabei um eine Verkieselung oder Einkieselung handelt,
möchte ich nicht weiter eingehen. An dieser Stelle möchte ich vielmehr
auf die einschlägige Literatur verweisen.